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Besuch der 22stars kids foundation von Stella Romana Airoldi im Acholi Quarter Kampala und in Jinja.

 

Eindrücke von Klaus Müller zur Situation

Stella zeigt in ihren Projekten, dass sie aus den Fehlern und Erfahrungen anderer Hilfsorganisationen gelernt hat. Wichtig erschienen uns folgende Punkte:

Keine Sozialromantik, kein religiöser Eifer sondern Unabhängigkeit bewahren.

Freie Entscheidungen mit den Betroffenen vor Ort (Susan und ihre Frauen in Kampala, David und Aidah in Jinja)

Kein Gießkannenprinzip bei der Auswahl der Bedürftigen. Nicht nur die Ärmsten, sondern auch Kinder kleiner Gewerbetreibender in den Slumgebieten werden unterstützt, damit die Eltern in der Flüchtlingsgemeinschaft verbleiben und Neid möglichst ausgeschlossen wird.

Die Sonntagsspeisung der Kinder zeigt sichtbare Erfolge. Unterernährung steht im Zusammenhang mit Schulleistung.

Die Sponsorengelder (insbesondere das Schulgeld) werden direkt für jedes Kind ohne Abzüge an die Schulen geleitet sowie die Leistung der Schüler (Sponsoren erhalten die Zeugnisse zur Information) überprüft. Bildung ist die wichtigste Voraussetzung Armut zu bekämpfen.

Sind die Spenden für eine weiterführende Schule nicht durch einen einzelnen Sponsor gedeckt, wird versucht Schule und Eltern mit zu beteiligen. Und das funktioniert durch persönliches Engagement von Stella bisher gut.

Allgemeine Spenden werden in Absprache mit den Frauen vor Ort z. B. für dringende Medikamente, ärztliche Versorgung, Lebensmittel, Matratzen usw. genutzt.

Das 22stars office dient auch zur Schulung der Mütter in Hygiene, Ernährung, Prophylaxe etc., ist zentraler Ort für das Sonntagsessen der Kinder, Ausstellungsraum für die von den Frauen hergestellten Produkte (hauptsächlich Schmuck und Taschen aus recyceltem Papier, neuerdings auch Kravatten, Schürzen etc. )

 

Um die Bewohner des Acholi Quarters vom Stigma des Ghettos zu befreien, versucht Stella z. B. Kindern einen Schwimmbadbesuch zu ermöglichen, engagiert einheimische Künstler und Sportler für gemeinsame Aktivitäten (Tanz, Yoga, Musik, Fußball).

 

Wichtig für Stella ist, dass den Frauen Perspektiven gezeigt werden. So organisiert sie ein "small business training" mit Nicholas Basalirwa in Kampala und Jinja. Die Frauen sprechen meist nur Luo, sind leider oft Analphabeten und nicht der Sprachen Englisch oder Luganda mächtig. Sie bekommen ein kleines Startkapital (ca. 50 €) um z. B. ein kleines Geschäft (Schneiderei, Hühnerzucht o.ä.) aufzubauen und werden bei der Durchführung begleitet/geschult.

Stellas vielseitiges und bewundernswertes Konzept soll Menschen helfen in Uganda ihre Träume zu leben.

Dr. Klaus F. Müller

P.S.

Hinweis: Der Leitartikel von Klaus Geiger in "Die Welt" vom 28.11.17 "Auswege in Afrika" ist eine gute lesenswerte Analyse der humanitären Situation in Afrika.

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